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    Praxis Tegernsee
    Herz-KreislaufKrankheitsbilder

    Bluthochdruck (Hypertonie)

    Bluthochdruck ist die häufigste Herz-Kreislauf-Erkrankung und ein bedeutender Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall. Erfahren Sie alles über Ursachen, Symptome und moderne Behandlungsmöglichkeiten.

    Blutdruck
    Herzgesundheit
    Prävention

    Auf einen Blick

    Normalwerte:

    unter 120/80 mmHg (optimal)

    Hypertonie ab:

    dauerhaft ≥140/90 mmHg

    Betroffene in Deutschland:

    ca. 20-30 Millionen Erwachsene

    Besonderheit:

    Oft jahrelang symptomlos ("stiller Killer")

    Was ist Bluthochdruck?

    Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) liegt vor, wenn der Blutdruck in den Arterien dauerhaft erhöht ist. Der Blutdruck wird in zwei Werten gemessen:

    • Systolischer Wert (oberer Wert): Druck während des Herzschlags
    • Diastolischer Wert (unterer Wert): Druck zwischen den Herzschlägen

    Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck belastet das Herz und die Blutgefäße. Unbehandelt steigt das Risiko für schwerwiegende Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen und Sehstörungen erheblich.

    Symptome – Die stille Gefahr

    Das Tückische am Bluthochdruck: Er verursacht oft jahrelang keine Beschwerden. Viele Betroffene wissen nicht, dass sie erkrankt sind. Mögliche Warnsignale können sein:

    Mögliche Warnsignale:

    • • Kopfschmerzen, besonders morgens im Hinterkopf
    • • Schwindel und Ohrensausen
    • • Nasenbluten ohne erkennbare Ursache
    • • Kurzatmigkeit bei Belastung
    • • Sehstörungen
    • • Nervosität, Schlafstörungen
    • • Brustenge oder Herzstolpern

    Wichtig: Warten Sie nicht auf Symptome! Regelmäßige Blutdruckkontrollen sind die beste Früherkennung.

    Ursachen und Risikofaktoren

    Bei etwa 90% der Betroffenen liegt eine primäre (essentielle) Hypertonie vor – ohne eindeutig identifizierbare Ursache. Verschiedene Faktoren spielen zusammen:

    Beeinflussbare Risikofaktoren

    • Übergewicht
    • Bewegungsmangel
    • Salzreiche, ungesunde Ernährung
    • Rauchen
    • Übermäßiger Alkoholkonsum
    • Chronischer Stress

    Nicht beeinflussbare Faktoren

    • • Genetische Veranlagung (familiäre Häufung)
    • • Alter (Risiko steigt ab 50)
    • • Geschlecht (Männer früher betroffen)
    • • Ethnische Herkunft

    Sekundäre Hypertonie: In ca. 10% der Fälle ist eine andere Erkrankung ursächlich (z.B. Nierenerkrankungen, Hormonstörungen).

    Diagnose

    Die Diagnose Bluthochdruck wird gestellt, wenn der Blutdruck bei mehreren Messungen an verschiedenen Tagen erhöht ist. Wichtige diagnostische Schritte:

    • Blutdruckmessung in der Praxis: Mehrfach, in Ruhe, an beiden Armen
    • 24-Stunden-Blutdruckmessung: Erfasst das Blutdruckprofil über Tag und Nacht
    • Selbstmessung zu Hause: Protokollierung über mehrere Tage
    • Laboruntersuchungen: Nierenwerte, Blutzucker, Cholesterin
    • EKG und ggf. Herzecho: Beurteilung von Herzbelastung und -schäden

    In unserer Praxis bieten wir eine umfassende Herz-Kreislauf-Diagnostik inklusive Langzeit-Blutdruckmessung und EKG an.

    Behandlung

    Die Therapie zielt darauf ab, den Blutdruck dauerhaft auf Zielwerte zu senken und Folgeerkrankungen zu verhindern. Die Behandlung ruht auf zwei Säulen:

    1. Lebensstiländerungen (Basistherapie)

    Oft können Lebensstiländerungen allein den Blutdruck um 5-15 mmHg senken:

    • Gewichtsreduktion: Pro kg weniger sinkt der Blutdruck um ca. 1 mmHg
    • Salzreduktion: Max. 5-6 g Salz pro Tag
    • Regelmäßige Bewegung: 30 Min. Ausdauersport an 5 Tagen/Woche
    • Gesunde Ernährung: Viel Gemüse, Obst, wenig tierische Fette
    • Alkohol reduzieren: Max. 1-2 Gläser/Tag
    • Rauchstopp: Einer der wichtigsten Schritte
    • Stressmanagement: Entspannungstechniken, ausreichend Schlaf

    2. Medikamentöse Therapie

    Wenn Lebensstiländerungen nicht ausreichen, stehen verschiedene Medikamentengruppen zur Verfügung:

    • ACE-Hemmer / Sartane: Entlasten Herz und Gefäße
    • Calciumantagonisten: Entspannen die Gefäßmuskulatur
    • Betablocker: Senken Herzfrequenz und Blutdruck
    • Diuretika: Fördern die Wasserausscheidung

    Die Auswahl und Kombination der Medikamente erfolgt individuell nach Alter, Begleiterkrankungen und Verträglichkeit.

    Wann sollten Sie zum Arzt?

    Bitte zeitnah einen Termin vereinbaren:

    • • Blutdruck wiederholt über 140/90 mmHg
    • • Starke Kopfschmerzen mit hohem Blutdruck
    • • Schwindel, Sehstörungen, Brustschmerzen
    • • Bekannter Bluthochdruck mit neuen Beschwerden
    • • Bluthochdruck in der Familie – zur Vorsorge

    Bei Blutdruckwerten über 180/120 mmHg mit Beschwerden sofort Notarzt rufen!

    Häufig gestellte Fragen

    Weiterführende Informationen

    In unserer Praxis bieten wir umfassende Diagnostik und Behandlung bei Bluthochdruck:

    Hausärztliche Betreuung

    Regelmäßige Kontrollen, DMP-Programme und Langzeitbetreuung bei Bluthochdruck.

    Herz-Kreislauf in der Hausarztpraxis →

    Kardiologische Diagnostik

    Herzecho, Langzeit-EKG und erweiterte Gefäßdiagnostik in unserer Privatpraxis.

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    Herzinfarkt-Prävention

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    Longevity & Prävention

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    Blutdruck kontrollieren lassen

    Regelmäßige Vorsorge ist der beste Schutz. Vereinbaren Sie einen Termin zur Blutdruckkontrolle oder umfassenden Herz-Kreislauf-Untersuchung.